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Angelika Hanko // Evers & Küssner

https://ep-stadtplaner.de/

 

Damit in Hamburg weiter gebaut werden kann –Stadtplanerin erstellt im Startraum Bebauungspläne und städtebauliche Konzepte für die Hansestadt

 

Hamburg. Stärker als viele andere deutsche Großstädte hat Hamburg in den vergangenen Jahren den Wohnungsbau vorangetrieben. Weil die Nachfrage in der Hansestadt das Angebot aber trotzdem nach wie vor übersteigt, sind weitere neue Wohnquartiere geplant, darunter ganze Stadtteile wie Oberbillwerder für rund 25 000 Menschen. An den Planungen für den neuen Stadtteil ist auch das Hamburger Büro Evers und Partner beteiligt, für das Angelika Hanko seit 2019 hauptberuflich arbeitet. 

 

Die junge Frau ist allerdings nicht an der Elbe, sondern vorwiegend an der Leine in Südniedersachsen tätig. „Nach dem Bachelor-Studium in Kassel und dem Master an der Hafencity-Uni in Hamburg wollte ich unbedingt nach Göttingen zurückkommen“, sagt Hanko. „Ich hänge an meiner Heimatstadt, hier leben meine Familie und mein Freund.“ 

 

Den Job für das Hamburger Planungsbüro, für das sie schon seit Studienzeiten tätig ist, wollte sie allerdings nicht aufgeben. „Ich fühle mich bei der Firma total wohl“, sagt Hanko. Ihre Bedingung sei es aber gewesen, in Göttingen zu wohnen und dort nicht im Home-Office arbeiten zu müssen. 

 

Die Lösung: „Ich habe mich im Startraum einquartiert“, sagt Hanko. In dem Coworking-Space verbringt die Stadtplanerin jetzt gut die Hälfte ihrer Arbeitszeit. Dabei erstellt sie in erster Linie Bebauungspläne, städtebauliche Entwürfe und Rahmenpläne überwiegend für den norddeutschen Raum, aber auch deutschlandweit. 


Ihr größtes Projekt sind die Osterbrookhöfe im Hamburger Stadtteil Hamm. Dort sollen etwa 800 Wohneinheiten entstehen, darunter knapp 450 im preisgedämpften Mietwohnungsbau, dazu frei finanzierte Mietwohnungen, Eigentums- und Seniorenwohnungen. Ferner Gewerbeansiedlungen, ein Sportcampus, drei Kitas, 800 Quadratmeter Einzelhandelsfläche, Parkplätze in Tiefgaragen sowie rund 1500 Fahrradstellplätze.

 

„Zu dem Großprojekt kommen noch kleinere Bebauungspläne rund um Hamburg und städtebauliche Entwürfe“ hinzu, sagt Hanko. Es gebe reichlich Arbeit. Dass sie dies vorwiegend im Startraum erledigen kann, sei von Vorteil. Ganz wichtig: „Es gibt bei der Arbeit nicht die ansonsten üblichen Unterbrechungen durch Kollegen, die schnell mal etwas wissen wollen“, sagt Hanko. „Wer im Startraum arbeitet, wird nicht gestört.“ Und wenn es doch wichtig ist: „Dann können wir telefonieren oder über das Internet zu Videokonferenzen zusammen kommen.“ 

 

Hin und wieder sei es allerdings doch ganz sinnvoll, mit Kollegen und Kunden persönlich zu interagieren, sagt die Stadtplanerin. Sie fahre deshalb ein- bis zweimal im Monat für einige Tage nach Hamburg. „Deshalb habe ich dort auch noch ein WG-Zimmer“, sagt Hanko. 


Unabhängig von der Möglichkeit, konzentriert zu arbeiten, biete der Startraum weitere angenehme und nützliche Seiten: „Ich finde es gut, dass man eine Community hat, dass man bei Bedarf mit Leuten aus den unterschiedlichsten Branchen reden kann, ganz gezielt über Sachthemen oder zufällig in der Küche oder im Garten. Das sei viel sehr viel besser, als ganz alleine zuhause vor dem Rechner zu sitzen.